MPI bei 3Sat

Das nanoCamp 2003 im 3sat Studio in Mainz 1

Vorbereitung

Morgens hieß es also wieder früh aufstehen, und die Grafiken mit den Ergebnissen und den Schüler-Gaschromatographen vorbereiten. Das heißt, wir machen auch schon mal ein paar Graphen, die wir zeigen können, falls der Apparatur die Studio-Umgebung mit den ganzen Kameras nicht schmeckt. (Erfreulicherweise eine unnötige Vorsichtsmaßnahme.) Außerdem gilt es abzusprechen, welche Ergebnisse man die Schüler in der kürze der Studio Zeit vorstellen lassen kann.

Präsentation der Ergebnisse im Fernsehstudio

Um 14 Uhr fahren wir zum Studio, wo wir den Schülern eröffnen, was von unserer Seite für die Sendung heute geplant ist. Zu unserer Überraschung melden sich jeweils mehrere, die die Jobs übernehmen wollen. Dann geht es runter ins Studio, das Gerät wird aufgebaut, die Schüler und Schülerinnen, die in groß zu sehen sind, müssen noch in die Maske. 

Mit dem Regisseur Dr. Manfred Wittelsberger und "nano"-Redakteur Dr. Klaus Heblich besprachen wir wo und wie der GC aufgebaut werden soll, wie viele Schülerinnen ihn bedienen sollen und wer wo steht. Dann gab es eine kurze Besprechung mit den Schülerinnen, die ihn bedienen wollten, und mit dem Schüler der die Ergebnisse der PTR-MS Messungen vorstellen wollte, zusammen mit dem Moderator der Sendung, Ingolf Baur. Kurzer Test mit der Kamera, und dann ging's los. 

Es war geplant, jeweils eine Probe zu machen, und dann richtig zu drehen. Die Zeit drängte jedoch, die ungewohnt große Anzahl der Studio-Gäste, die vor der Kamera positioniert werden mussten,  sowie das Live-Experiment kosteten doch mehr Zeit, als vorher gedacht war, so dass letztlich alles genommen wurde, was passte, ohne Probe. Die SchülerInnen erzählten über Ihre Erfahrungen während des Camps, präsentierten die Ergebnisse (siehe links in der Foto-Leiste), die sie während der Projekttage am MPI für Chemie gewonnen hatten, und analysierten sogar im Studio noch qualitativ eine im Ballon genommene Luftprobe mit dem Schüler-Gaschromatographen. Sie zeigten dabei, dass das Brennergas aus einem Butan-Propan-Gemisch besteht, und deshalb diese Gase nicht in der Auswertung verwendet werden konnten. Das Experiment lief gut, die Schüler haben die Ergebnisse gut rübergebracht, denke ich - soweit das in der kurzen Zeit ging, die sie zur Verfügung hatten. Real-Video Filme von den Studio Auftritten der SchülerInnen gibt es auf den Externer Link 3sat-Seiten (Die nanoCAMPer im Studio, Teil 1+2)

Nachher durften wir dann noch selbst vor der Kulisse posieren und es gab auch noch eine Führung im Studio - Regie, Maske, usw. Und damit war der Tag dann auch schon wieder herum. Alles in allem ein eher hektischer, aber sehr interessanter Tag. Insbesondere, dass wir nicht nur am Rande dabei waren, sondern durch Präsentation der Ergebnisse und Experiment einbezogen waren, und so einen etwas tieferen Einblick bekamen, war schön.

Wie die SchülerInnen diesen Tag erlebt haben, findet Ihr in Externer Link Bild und Text Externer Link Bericht, Externer Link Schülerbericht) auf den 3sat-Seiten.

Fazit

Das nanoCamp war eine sehr interessante Erfahrung, und wenn ich noch einmal vor der Entscheidung stünde, diese Projekttage zu machen, würde ich auf jeden Fall wieder ja sagen.

Es war natürlich anstrengend und stressig, es sind auch nicht alle Sachen optimal gelaufen, aber ich (wir) haben auch etwas daraus gelernt. So mussten wir leider die Erfahrung machen, dass Medien keinesfalls alle objektiv sind, sondern wie im Falle eines Print-Journalisten einen sehr einseitigen, klischeehaften und unsachlichen Bericht abliefern können, wenn ihnen danach ist. Außerdem haben wir gelernt, dass man sich durchaus vorher überlegen kann (und auch sollte), was von den ganzen Sachen medienwirksam ist und auch dort verwendet wird, wahlweise in Bild und/oder Ton.

Auf der anderen Seite ist es auch unglaublich, welcher Aufwand hinter wenigen Minuten eines Fernsehberichtes steckt, wie viele Leute daran mitarbeiten, und wie viel Zeit das doch braucht.  Es ist eine ganz andere Welt, als die, in der ich mich normalerweise bewege. Andere Charaktere, die auf andere Dinge wert legen, als ich es am MPI gewohnt bin.

Mit so vielen begabten Schülern und Schülerinnen zusammen zu arbeiten, hat sehr viel Spaß gemacht. Die Begeisterung, mit der sie bei der Sache waren, war außergewöhnlich, und lässt hoffen, was wissenschaftlichen Nachwuchs angeht.

Alles in Allem ein tolles Erlebnis, das sehr viel Spaß gemacht hat.

Das fanden auch die SchülerInnen, die ihren Kommentar hier abgegeben haben: Externer Link Stimmen zum Abschluß.

Dank

Danksagung: Wir bedanken uns bei den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Max-Planck-Institutes für Chemie, die zum Gelingen des Projekttages beigetragen haben, insbesondere Prof. Jos Lelieveld, Peter Bernhard, Gunter Eerdekens, Dieter Scharffe, Gavin Salisbury, Jonathan Williams und Mirjana Kotowski.

Sponsoren: Des Weiteren bedanken wir uns bei den Sponsoren des nanoCamps, dem 3sat-Zukunftsmagazin „nano“, der Zeitschrift „Bild der Wissenschaft“, der Johannes-Gutenberg Universität in Mainz, dem Max-Planck-Institut für Polymerchemie und dem Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz.

 
Besprechung mit dem Moderator, wer sagt was und wo? 1

Besprechung des Aufbaus des Schüler GCs mit mir, Regisseur Dr. Manfred Wittelsberger und "nano"-Redakteur Dr. Klaus Heblich (v.l.n.r.). 1
 
 
Die Sendung beginnt mit Moderator Ingolf Baur... 1

...während wir vom Hintergrund aus zusehen durften.
 

Ergebnisse der Mainzer Messungen

...und vergrößert, damit man die Unterschiede bei den drei Proben links erkennen kann.
 
 
Ergebnisse der Ballonmessungen

Winken zum Abschied bei nano 1
 
 
Marian, ich und Tanja ganz stolz hinter unserem GC 2

...und vor der nano Kulisse 2
 
 
Und hier noch mal das MPI-SChülerprojekt-Team: ich, Tanja, Karo und Marian (v.l.n.r.).

1Foto: M. Peick, 3sat-Online-Redaktion

2Foto: Jana Lemme, 3sat Redakteurin nanoCamp 2003

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