Reiten
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1983 mit meinem Pflegepferd Myrko im
Haus Rott (Foto: mein Vater)

Wie schon gesagt, im mehr oder weniger zarten Alter von 10 Jahren erfüllte sich endlich mein Traum vom Reiten. Meine Großeltern schenkten mir zum Geburtstag eine 10-er Karte Reitstunden, und fuhren auch direkt mit mir zum Haus Rott, einem Reitstall am Rotter See in Troisdorf. Dort wurde ich dann auf ein Pferd gesetzt und erhielt meine erste Longe-Stunde. Ich erinnere mich daran, dass mein Pferd sich gegen Ende erschreckte, mit mir durch ging (ich übte gerade freihändig) und ich mir ziemlich sicher war, dass ich herunter fallen würde. Was nicht passierte. Trotzdem fasste ich damals den festen Beschluss nur noch diese gerade erst angefangene 10-er Karte abzureiten - schließlich wollte ich meine Großeltern nicht dermaßen enttäuschen- aber danach nie wieder auf ein Pferd zu steigen. 

Ich bin froh, dass ich mich nicht wirklich daran gehalten habe. Ob meine Großeltern so froh darüber waren weiß ich nicht, denn mein Opa nahm eine mehrere Jahre dauernde Verpflichtung auf sich mich 1-2 mal wöchentlich in Beuel abzuholen und nach Troisdorf zum Reiten zu fahren, wo er dann geduldig Zeitung lesend im Reiterstübchen wartete, bis ich bereit war, wieder nach Hause zu fahren. Ich bin ihm sehr dankbar dafür.

Abgesehen von den mehr oder weniger strengen Reitstunden im Haus Rott hatte ich aber das Glück, dass meine beste Freundin Isländer besaß. Mit dem armen Blakkur haben wir, glaube ich, viel Unsinn angestellt, wenn wir zusammen waren - abgesehen vom normalen Reiten musste er uns nämlich auch mit einem Kinderschlitten hinterher ziehen (ich glaube, es wäre an dieser Stelle angebracht festzustellen, dass das nicht zur Nachahmung zu empfehlen ist), als Darsteller in einer nie verfilmten James-Bond-Parodie herhalten, usw. Blakkur gibt es übrigens immer noch - er genießt im Bergischen Land zusammen mit übermütigen Fohlen auf einer Weide seinen wohlverdienten Ruhestand.

Während des Studiums habe ich dann den Reitstall gewechselt und bin auf dem Domhof in Bonn-Mehlem gelandet. Leider war der Verein gezwungen umzuziehen, und ist nun im Gut Haus Holzem in Wachtberg untergebracht. Das ist ein richtig schöne Anlage, wo erst 1999 neue Ställe und Hallen gebaut wurden.

Wer bei sich in der Nähe einen Reitstall sucht, findet im übrigen bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung einen guten Ausgangspunkt.

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1985 auf Jessika (vorne links) bei der "Fuchsjagd" auf dem
Reiterhof Montabaur (Foto: I. Gies)
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1985 auf Siegperle vor einer Jugendreiterprüfung im
Haus Rott (Foto: mein Vater)
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1987 auf dem Isländer Blakkur meiner Freundin Dagmar vor einer Jugendmehrgangprüfung auf dem
Marienhof im Kottenforst (Foto: D. Hecht)

Stefanie Wong und Michael Zehnpfennig. Copyright © 2002-2006. Alle Rechte vorbehalten.